Intuition
Intuition kommt vom lat. intuere d.h. (genau) hinsehen. Ursprünglich im Sinne von Anschauung und Betrachtung. Später verstand man darunter eine geistige Schau, nicht durch Erfahrung oder Denken, sondern durch spontanes Erfassen einer Sache, eines Wesens oder einer Wirklichkeit. Viele Wissensfortschritte und Erfindungen wurden intuitiv (auch durch Träume) gewonnen.
Das Wort intuitiv setzt sich aus den Silben „in“ und „tui“ zusammen. Im chinesischen, jahrtausendealten Orakelbuch I Ging bedeutet „tui“ See, d.h. Seele was der Empfindung, der Phantasie und dem Gefühl zugeordnet ist. Intuitiv heißt also von der Seele herkommend.
Eine intuitiv gewonnene Erkenntnis ist nicht das Produkt von rationaler Überlegung, sondern eine „eingegebene,“ d.h. erhaltene Information aus der unendlichen Wissensquelle durch unser höheres Selbst. Der rationale Verstand mit seinen Denkprozessen ist oft ein Störenfried der Intuition. Die Ratio traut der Intuition nicht. Die Wahrhaftigkeit wird rational infrage gestellt was erkenntnishemmend wirkt.
Die Existenz der Intuition als menschliche Bewusstseinsqualität begründet sich in unserem viel größeren Sein, als wir denken können. Das Denken ist ein kognitives Werkzeug für unser Sein und unsere Entwicklung in der irdischen Dimension von Raum, Zeit und Materie. Intuition ist ein, diese irdische Dimension übergreifendes Werkzeug für weitere, expansionsgewünschte Entwicklung und Lebenshilfe. Intuition ist also eine dimensionsübergreifende Seelenpotentialität die nicht nur in dieser Form und Qualität unser größeres Sein spürbar und irdisch vielseitig nützlich macht, sondern auch unser Selbstbewusstsein in Göttlichkeit erleben lässt. (Siehe dazu meinen Beitrag „Gott“).
In Wahrheit ergänzen sich die Seelenpotentialitäten Ratio und Intuition für Dies - und Jenseitserfassung und Kontakt. Je nach zu ergründender Thematik kommt die eine oder andere Potentialität mehr zum Zuge, um für unseren irdischen Entwicklungsbedarf optimal informierend zu sein. Da hilft schon mal die unbewusste Info -Schiene Intuition, für die bestimmungsorientierte Werterfüllung, aus. Immer dort, wo Denken als irdische Geistpotentialität nicht reicht. Intuition ist das „Denken“ bzw. Wissen und Fühlen des Jenseits. Im Jenseits brauchen wir nicht mehr denken, wir wissen und fühlen alles aus dem All-„wissen“ und All-„fühlen“ unserer Seele. Denken ist ein kognitives Erkenntniswerkzeug der Irdischen.
Die Wahrhaftigkeit intuitiver Erkenntnisse bestätigt sich durch unser Evidenzgefühl, d.h., wir haben das Gefühl: „Ja, so ist es“. Was immer es ist, unabhängig vom eventuellen Protest des rationalen Verstandes.
Intuition ist höchste Wissenschaft, weil sie aus dem Allwissen Wissen (herbei-) schafft. Die rationalen Wissenschaftskriterien wie Objektivität, Wiederholbarkeit und Nachprüfbarkeit gelten nur für die rationale Welterfassung in Zeit, Raum und Materie, nicht aber für die umfassende Seinserfassung. Intuition kann mit diesen einschränkenden Kriterien niemals begriffen werden. Diese Versuche scheiterten.
Die durch Introspektion, Selbsterfahrung, Träume und Meditation gewonnene spirituelle Bewusstseinserweiterung und Qualitätssteigerung versteht sich als Brückenschlag zum Jenseits und damit zur Begünstigung der Intuition. Das manifestiert sich auch in der Praxis des Channelings.
Die Intuition ist die transzendente Seelenpotentialítät für umfassendes Selbstbegreifen, Entwicklung und Heilung.