Mensch
Der sog. homo sapiens, also der „weise, vernünftige, kluge und verständige Mensch“, deren Funde älter als 2 Millionen Jahre alt sind, stammen alle aus Afrika und soll sich Millionen Jahre zurückgehen. Afrika als Wiege der Menschheit. Wer weiß?
Der Mensch wird als Säugetier der Ordnung der Primaten zugeordnet und soll sich aus dem Tier heraus entwickelt haben. Auch wenn gewisse Affinitäten zu Affen zu dieser Annahme verführen, teile ich diese Auffassung nicht! Der Mensch stammt für mich nicht vom Affen ab. Wir haben auch physische Affinitäten oder Wesensaffinitäten zu Pflanzen. Unser Hirn stammt trotz Erscheinungsaffinität auch nicht von der Walnuss ab. Äußere Affinität ist nicht zwingend phylogenetische.
Der Unterschied zwischen Gorilla und Mensch beträgt nur 3% ihres Erbgutes. Der Mensch ist für mich eine eigene Wesenheit mit teils tier- oder auch pflanzenaffinen und teils humanspezifischen Chakakteristika die geflechtartig ineinander verwoben sind, allesamt miteinander in eigener Manier kommunizieren und einen lebendigen Gesamtkörper auf dieser Erde abgeben. Dieses Seinsverständnis hat weitreichende Folgen für uns Menschen im Umgang mit Tieren und Pflanzen.
Alle Menschen, Pflanzen und Tiere haben ihre individuelle Werterfüllung mit den damit verknüpften Qualitäten und Entwicklungsmöglichkeiten.
Dabei versteht sich der Mensch als „beseeltes“ Wesen und selbstverstandene „Krönung der Schöpfung“ mit Geist, Verstand, Vernunft, Bewusstsein, Denkvermögen, Kunst- und Kulturempfinden und Kreativität, Gefühlen aller Art, sozialer, religiöser und ethischer Gesinnung wie Menschlichkeit, Durchsetzungskraft, Zielstrebigkeit, Resilienz, Respekt, Toleranz, Achtsamkeit usw..
Das mag bei genauerer Betrachtung für manche Aspekte wie z.B. Religiosität und Kultur zutreffen, für viele aber gar nicht. Wir finden viele Qualitäten bei Tieren und Pflanzen ebenfalls. Da hilft genaue Beobachtung. Man sehe z.B. die Empathie und Gefühlswelt von Hunden.
Der Marienkäfer lebt und handelt im Rahmen seiner Werterfüllung auf dieser Welt aus seiner Selbst-Verständlichkeit heraus vernünftig. Er versteht seine Welt, handelt entsprechend und ist damit automatisch ein Vernunftwesen, ohne eine Vernunft bemühen zu müssen. Verstehen wir unsere Welt und handeln folglich vernünftig? Wir nicht, Tiere und Pflanzen immer, denn sie sind weise.
Die meisten Menschen kennen nicht einmal ihre Werterfüllung und können nicht auf sich bezogen vernünftig, d.h. optimal zielführend handeln. Von Kriegen und menschgemachten Katastrophen ganz abgesehen.
Miteinander kommunizierende Pflanzen und Tiere sind hier klar im Vorteil.
Der Mensch sollte demütig aufschauen, sich Lebensrelevantes abschauen, sich koexistentiell und interaktionell mit Pflanzen und Tieren respektvoll verstehen, in interaktioneller, kreativer Qualität. Das ist menschlich.
Er sollte sich nicht gemäß dem Leitsatz eines Unterdrückers : „macht euch die Erde untertan“ verstehen, denn er versteht am allerwenigsten unter diesen dreien. (siehe meine Beiträge „Wissen“ und „Glauben“).
Menschen, Tiere und Pflanzen sind koexistente Schüler des Lehrers Natur