Magie

Das Wort Magie leitet sich aus der iranischen bzw. altpersischen Sprache ab. "Magus", was "Erkennender" oder "Wissender" bedeutet und lässt sich auf den medischen Stamm der Magoi bzw. Magi ableiten, welche die damalige Priesterkaste darstellte. Die Priester waren die Gebildeten und sie wussten mit Energien umzugehen. Erst später gewann es die Bedeutungen von Traumdeuter, Zauberer und Betrüger.  Es war die geheime Zauberkunst, die sich übersinnliche Kräfte für positive oder auch negative Ziele zu Nutze machte. Demnach spricht man von weißer oder schwarzer Magie.

Obwohl bis heute Magie synonym mit Zauberei verstanden wird, ist es essentiell was gänzlich anderes. Der Zauberer täuscht trickreich unsere Wahrnehmung und illusioniert die Realität. Das ist zwar zauberhaft, real nachvollziehbar aber keine Magie, wenngleich Zauberkünstler wie David Copperfield, Harry Houdini oder Sigfried und Roy als große Magier publikumswirksam auftreten oder aufgetreten sind.
Magie hingegen setzt ein großes spirituelles Wissen, kosmische Anbindung und deren Handhabung voraus. Echte Magie beruht nicht auf Sinnestäuschung oder "Betrug". Der Magier ist, wie in ursprünglicher Wortbedeutung, ein Erkennender oder Wissender geistiger Gesetze und Energien, die er für eine Zielerreichung zu handhaben weiß. Das ist beim Zauberer nicht nötig. Auch Traumdeutung ist keine Magie sondern eine Übersetzung der Traumsprache der Seele als Sprache des Kosmos in eine irdische Sprache, wenngleich bei komplexen Träumen kosmische Anbindung nötig ist.
Magie ist oft ritualisiert in ihrer Ausführung und in Bezug auf den Zeitpunkt des Rituals, wie z.B bei Vollmond. Jedes Ritual beschleunigt und steigert die Effizienz. Deshalb gibt es Rituale, die kultur- und gesellschaftsabhängig sehr verschieden sind aber zum gleichen Ergebnis führen. Seien es z.b. Liebesrituale, Schutzrituale, Fruchtbarkeitsrituale, Reinigungsrituale, religiöse Rituale oder auch Rituale für Verwünschung, Verfluchung, Schadenszauber, Vernichtungszauber oder Tötung als schwarzmagische Praxis.
Magische Praxis gibt es seit jeher in allen Kulturen und für alle Lebenssituationen. Magie ist eine Wirkkraft, die über das normale, Menschliche hinaus geht. Sie ist nur an den Folgen ersichtlich, ähnlich dem Lernen, und hat viel mit geistiger Energie und Glauben zu tun, was nicht minderbewertend verstanden werden darf. (siehe meinen Beitrag "Glauben").

Dennoch ist diese Denk - und Geisteskraft als individuelle und kosmische Energie nicht zu unterschätzen. Jede Energie wirkt, ob sie sichtbar, beweisbar, vorstellbar oder rational nachvollziehbar ist oder nicht, spielt keine Rolle, weil Magie auf einer metaphysischen Ebene zu Hause ist.

Magie ist überall in unserem Alltag vertreten und muss überhaupt nicht spektakulär sein. Die Mutter, die ihr todkrankes Kind ohne große kultische Einbettung streichelt und dabei betet ist Magierin.

Magie ist eine Extension menschlicher, geistiger Wirkkraft mittels kosmischer Anbindung und keine Zauberkunst.






 

 

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