Kirche
Das Wort Kirche stammt vom griechischen wort „kyraka“ ab was so viel wie „dem Herrn gehörig“ bedeutet. Damit ist „das von Gott gerufene Volk“ gemeint.
Die ursprünglichste Kirche oder Gemeinde war die Anhängerschaft von Jesus von Nazaret, genannt das Urchristentum von 30 nach Christi Geburt bis ca. 130 n.Chr.
Die Lehren von Jesus von Nazaret, verstanden als prophezeiter Sohn Gottes, wurden zur damaligen Zeit von den Aposteln und ihren Schülern an diese Urkirche/ Gemeinschaft weitergegeben weil sie von menschlichen und philosophischen Inhalten und Werten geprägt waren, die Sinn -und Lebensorientierung für die Menschen boten.
Das war der geistige Konsens und die Werterfüllung der Urchristen, die bis zur heutigen Zeit von den Kirchen als Kern ihrer Existenzberechtigung und ihres Wirkens dargebracht werden.
Die Kirche als institutionalisierte Glaubensgemeinschaft versteht sich Lebenssinn- und lebenswertestiftende und erhaltende Einrichtung für die freie Persönlichkeitsentfaltung im ursprünglich gottbezogenen Sinn.
Der ursprüngliche Weg der naturorientierten Werte wie Menschlichkeit, Liebe oder Einssein mit allem was ist, wurde aber durch institutionelle und menschliche Schwächen wie Macht - und Geldstreben sträflich verlassen, wie die Kirchengeschichte bis heute lehrt.
Denken Sie an die vielen Religionskriege, Hexenverbrennungen, Inquisitionen, an körperliche und geistige Macht- und Sanktionsriten, Teufelsaustreibungen, finanziell lukrative Ablasspraktiken, Exkommunikationen, Auspeitschungen bzw. Läuterungen und vieles mehr.
Ich selbst hatte mal eine sehr enge persönliche Bekanntschaft mit einer Exklosterfrau, die selbst die Lederpeitschen mit Eisenbohrspähnen, am Ende der Lederriemen, im Kloster für die Selbstauspeitschung der Nonnen zu ihrer Läuterung fabrizierte. Das sollte zur Läuterung des schwachen und sündigen Fleisches führen und einem Gott näher bringen. Eine meiner zahlreichen Erfahrungen mit dem Klerus.
Nicht unbegründet massieren sich die Kirchenaustritte, angefacht durch viele „Versündigungen“ ihrer Vertreter, die Leitbilder sein sollten.
Die Speerspitze davon sind aktuell die publik gewordenen Fälle an Pädophilie. Aber auch die teilweise horrenten Gehälter – beispielsweise der Bischöfe – die meist von Steuergeldern finanziert werden. Die kirchliche Bescheidenheit und ihr Einsatz für die Armen findet da keinen Niederschlag.
Mit wachsendem Bewusstsein der Menschheit erübrigt sich die Doktrin der Kirchen weil sie durch ein naturbezogenes, philosophisches, freies und neutrales kosmologisches Seinsverständnis ersetzt wird.
Wer den Pfad der Natur verlässt und das Maß verliert, schafft sich selbst ab.